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Histamin und Darmprobleme

September 30, 2014

Histamin ist ein Gewebshormon, Neurotransmitter und Entzündungsmediator für allergische und pseudoallergische Reaktionen und hat nach Bindung an H1- oder H2- Rezeptoren folgende biologische Wirkungen:

  • Zusammenziehen der glatten Muskulatur (Gebärmutter, Darm, Bronchien)
  • Blutgefäßerweiterung -> niedriger Blutdruck -> Herzrasen
  • gesteigerte Durchlässigkeit der kleinen Gefäße mit Ödembildung
  • Stimulation der Magensäureproduktion -> Sodbrennen

Ursachen für eine verminderte DAO-Aktivität sind:

  • durch einen Vitamin B6- Kupfer- Zinkmangel wird Diaminooxydaseaktivität verringert
  • angeborener Enzymdefekt
  • vorübergehender DAO-Mangel auf Grund einer Entzündung im Darm (z.B. Nahrungsmittelunverträglichkeit/Allergie)
  • reduzierte DAO-Aktivität durch DAO-hemmende Substanzen, z.B. andere biogene Amine, Alkohol und verschiedene Medikamente
  • Die Bestimmung der Diaminoxidase (=DAO, ist ein Enzym welches das Histamin abbaut) im Serum und des Histaminspiegels im Stuhl sind ein geeigneter Marker für die Diagnostik der Histamin-Intoleranz und damit verbundenen Krankheitsbildern.
  • Erhöhte Histaminkonzentrationen (durch bestimmte Nahrungsmittel, durch falsche Darmbakterien, durch Vitaminmangel und Spurenelementmangel, durch Enzyme die nicht ausreichend das Histamin abbauen) verursachen Beschwerden wie man sie unter anderem von Allergien kennt, aber auch unerklärliche Verdauungsprobleme wie Durchfall, Bauchkrämpfe, Blähungen, Pätschern im Bauch,  oder Hautausschläge, Arthritis ähnliche Beschwerden. Bleierne Müdigkeit obwohl man ausreichend geschlafen hat, das Gefühl „wie betrunken zu sein“, obwohl man keinen Alkohol getrunken hat, einen Drang, wie süchtig nach Pizza und Brot zu sein, oder nach dem Essen noch was Süßes zu essen , obwohl man bemerkt, dass es einem anschließend nicht gut geht?

Eine Histamin-Intoleranz kann auch durch zu histaminreiche Nahrung verursacht werden.

Histamingehalt in einigen Lebensmitteln

histaminarm
– frischer oder tiefgefrorener Fisch: Dorsch Seelachs, Scholle, Kabeljau
– frisches oder tiefgefrorenes Fleisch
– frisches Gemüse und Obst : Kohl, grüner Salat, Kirschen, Zitronen, Bohnen)
– frische Milch(-produkte): Butter, Kefir, Quark (Topfen), Hüttenkäse, Joghurt
– Weißwein, saure Weine, Schnaps
– Gemüsesäfte, Bohnen-, Malzkaffee
histaminreich
– Geräuchertes, Gepökeltes, schlecht Gelagertes, Getrocknetes, Verdorbenes, Mariniertes (Hering, Sardellen, Tunfisch, Makrele, Kassler, Salami, Schinken)
– Sauerkraut, Tomate, Spinat, Kürbis, Karotte, Banane, Orange, Kiwi, Erdbeere, Apfel
– lang gereifter Käse: Gouda, Camembert, Emmentaler, Schimmelkäse
– Rotwein, Likör, Sekt, Champagner
– Brennnesseltee, schwarzer Tee
– Schokolade, Nougat, Kakao, Rotweinessig, Knabbergebäck

Wir empfehlen: Histaminreiche Lebensmittel weglassen

Beseitigung von Vitamin und Spurenelementmangel  (Blutuntersuchung angezeigt)

Stuhluntersuchung auf  Zusammensetzung, Histamin  und Leaky gut

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